Neu Sandez

Wnętrze synagogi.
Die ersten jüdischen Siedler erschienen in Neu Sandez wohl schon im XVJh., aber eine systematische Ansiedlung fällt auf den Zeitraum der zweitenHälfte des XVII Jh., als auf dem Stadtgebiet eine selbständige jüdischeGemeinde auftauchte. Die erste Mauersynagoge baute man hundert Jahre später,d.h. im Jahre 1780. Die gröβte Blütezeit erlebte die jüdische Gemeinschaft von Neu Sandez im XIX undXX Jh. Im religiösen und sozialen Leben der Stadt bildeten die Juden einElement des farbenreichen Mosaiks. Auβer der Hauptsynagoge sog. Grodzka Synagoge, in der Zwischenkriegszeitals die Juden 1/3 der Stadtbewohner bildeten, befanden sich auf dem Gebiet derStadt 20 kleiner Gebetshäuser. Die reichere Gesellschaftsschicht unterlagen derallmählichen Assimilation und den sozialen Veränderungen. Direkt daneben blühtedie mystische Frömmigkeit der Chassiden auf. In Neu Sandez gründete seinen Hofder Ahnherr der Dynastie Zaddik, genannt Chaim Sandzer – Chaim aus Neu Sandez,Autor des Werks Diwrei Chaim [ChaimsWorte]. Die Mehrheit der Juden aus Neu Sandez ist während des IIWeltkrieges ums Leben gekommen. Nur einige, die überlebten, wanderten in denJahren 1968-69 aus. Seit den 90er Jahren ist wieder das Zaddiker Gebetshaustätig. Es befindet sich im Gebäude Bejs Nusn-das Haus von Natan, gestiftetdurch den Chassid Natan Kisze ran der Wende des XIX und XX Jh.