Auf den Spuren der Kapellen der Bergleute von Bochnia

Kopalnia Soli Bochnia
Auf den Spuren der Kapellen der Bergleute von Bochnia ist das neuste Angebot für die Besichtigung des Salzbergwerks von Bochnia. Die Route führt durch die Kapellen und durch Nischen, die auf ihre Existenz in der Vergangenheit hinweisen. Der tiefe Glaube begleitete die Bergleute bei ihrer Arbeit tief unter der Erde, deshalb errichteten sie für ihre Schutzheilige zahlreiche Kultstätten.

Den historischen Quellen zufolge befanden sich im Salzbergwerk von Bochnia rund dreißig unterirdische Kapellen. Sie erfüllten im Bergwerk sehr wichtige Funktionen, von Kultstätten und Quellen von Zuversicht, über Orte der Sicherheit und Stellen, an denen man die Bergmannslampe reparieren konnte bis hin zum perfekten Orientierungspunkt.

Heute sind im Salzbergwerk von Bochnia sieben Kapellen zugänglich. Touristen, die sich auf die „Spuren der Kapellen der Bergleute von Bochnia” begeben, bekommen die Möglichkeit, sechs von ihnen zu besuchen.

KAPELLE BEGEGNUNG MIT DER MUTTER ist eine zeitgenössische Kapelle, die im Jahr 2008 errichtet wurde, sie hat die Form einer Steinskulptur, die die wichtigsten Darstellungen aus den Marienerscheinungen weltweit zeigt. Sie wurden an einem Ort versammelt, um die Vielfalt der Darstellungen der Muttergottes vor Augen zu führen, je nach Ort, an dem die Erscheinung stattfand.

ALTE KAPELLE DER HL. SCHUTZENGEL – heute sind von ihr nur Reste in Form einer Nische mit kurzem Gang übrig geblieben. Die Kapelle selbst wurde um rund 50 m weiter versetzt, an den Ort, wo sich heute die Kapelle der Hl. Kinga befindet.

KAPELLE DER HL. KINGA — die Geschichte dieser Kapelle als Kultstätte reicht in das Jahr 1747 zurück. Damals, 201 m unter Tage, auf der Sohle I August entstand die Neue Kapelle der Heiligen Schutzengel — Schutzpatronen der Schlepper. Während ihres Bestehens wurde die Kapelle mehrmals umgebaut und erweitert. Die heutige Form der Kapelle entstand im Zuge der Renovierungsarbeiten in den Jahren 1980-1982. Den repräsentativsten Bereich der Kapelle bildet der Chor. Das Hauptelement der Innenausstattung der Kapelle ist der prachtvolle Kronleuchter aus Salz. Ab Juni 2016 befinden sich in der Kapelle Reliquien ihrer Schutzheiligen. Vor dem Altar wurde der Altartisch aufgestellt, an dem Johannes Paul II am 16. Juni 1999 in Stary Sącz die Messe der Heiligsprechung der hl. Kinga feierte.

KAPELLE DER MUTTERGOTTES VON BOCHNIA – sie liegt ca. 192 m unter Tage, im östlichen, am höchsten gelegenen Teil der Kammer Crystian. Errichtet und geweiht wurde sie 2009 auf Initiative der Bergleute von Bochnia. Für den Bau der Kapelle verwendete man eine der schon vorhandenen Nischen im Salzgestein, die nur geringfügig von den Bergleuten umgestaltet wurde. Der Kustos des Sanktuariums von Bochnia stiftete für die neue Kapelle eine Kopie des Gnadenbildes und die Bergleute errichteten eigenhändig einen großen Rosenkranz aus Salzperlen.

KAPELLE PASSIONIS – sie ist die älteste der erhaltenen Kapellen im Salzbergwerk von Bochnia. Die Kapelle liegt an der Treppe Regis in der 16. Kammer Rozpora und wird auf das Jahr 1709 datiert, die Wand- und Deckenmalereien stammen vermutlich aus der Zeit vor 1763 (nach Teofil Wojciechowski) bzw. vor 1717 (nach Dariusz Śladecki). Die Bergleute versammelten sich in der Kapelle zu einem speziellen Gottesdienst am Karfreitag „zur Passion oder eher zur Predigt Passione Christi”. In der altpolnischen Zeit galt der Leidensweg des Herrn als der Hauptgottesdienst der Brecher und Hauer unter Tage. Heute befinden sich entlang der Treppe Regis, die zur Kapelle führt, Kreuzwegstationen.

KAPELLE CRUCIFIX – sie ist ein Überbleibsel eines alten Grubenbaus aus dem 18. Jh., der für sakrale Zwecke genutzt wurde. Die Ausstattung der Kapelle in Form von architektonischen Elementen wurde im Salzgestein gehauen.

Die Besucher beginnen ihre Reise mit der Fahrt unter Tage mit dem Grubenaufzug, anschließend fahren sie mit der unterirdischen Bergbahn. Die Krönung des Aufenthaltes im Bergwerk bildet der Besuch in der größten der Salzkammern von Bochnia – in der Kammer Ważyn.

Ausführliche Informationen auf der Seite: kopalnia-bochnia.pl

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