Den Kulturweg „Auf den Podhale-Spuren des Priesters Tischner“

Dom Pamięci Józefa Tischnera, drewniany budynek z szyldem przy ogrodzeniu
„Ich verweile in den Bergen jede Woche, ich kam mit meinem Bruder nach Łopuszna zurück, wir haben hier ein Berghaus gebaut. Der Grund dafür war, dass ich in diesem Dorf ein Dokument der Bergbaukultur hinterlassen wollte. Und genau deshalb ein Berghaus und deshalb Zimmerleute und deshalb gespaltene Holzstämme, denn vielleicht sind wir die letzte Generation, die es sich leisten kann, ein Holzhaus zu bauen. Ich beobachte manchmal das Wissen der Zimmerleute über das Holz. Sie behandeln das Holz, als ob es eine Seele hätte. Und außerdem ist es unmöglich, in Krakau zu arbeiten, also fahre ich für zwei, drei Tage weg und tauche in eine andere Welt ein.“

So schrieb der Pfarrer Józef Tischner in „Panorama“ im Jahr 1993. Józef Tischner (Pseudonyme: Wawrzek Chowaniec, Molinista, Józek Szkolny, Jegomość Józek) wurde 12.03.1931 in Stary Sącz, in einer Lehrerfamilie geboren. Sein Vater war Direktor der Schule in Łopuszna. Während des Krieges verließ die Familie Tischner das Dorf Łopuszna. Bis 1942 lebte sie in Rogoźnik. 1945 begann Tischner die Ausbildung im Gymnasium in Nowy Targ, wo er das sog. große Abitur bestanden hat. Im Mai 1950 wurde er Student an der Theologischen Fakultät der Jagiellonen-Universität in Krakau. Zum Priester wurde er am 6. Juni 1955 von Bischof Franciszek Jop geweiht. In den Jahren 1955-1957 studierte er an der Fakultät für Philosophie der Christlichen Akademie der Katholischen Theologie in Warschau. Nach seiner Rückkehr nach Krakau setzte er sein Studium an der Fakultät für Geschichte und Philosophie an der Jagiellonen-Universität fort. Zur gleichen Zeit arbeitete er als Vikar in der St. Nicholas-Pfarrei in Chrzanów und in der St. Kasimir-Pfarrei in Krakau. Im Jahr 1963 promovierte er an der Jagiellonen-Universität, und 1974 habilitierte sich an der Akademie für Katholische Theologie. Seit 1963 hat er Vorlesungen zur Philosophie an dem Höheren Priesterseminar, später an der Päpstlichen Fakultät für Theologie, und seit 1981 an der Päpstlichen Akademie für Theologie in Krakau gehalten. Er war ein hoch angesehener Prediger an Besinnungstagen und Hochschullehrer. Seit 1980 hielt er Vorlesungen zur Philosophie des Dramas in der Staatlichen Theaterhochschule in Krakau und Philosophie an der Fakultät für Philologie an der Jagiellonen-Universität. Im Jahr 1981 übte er eine Funktion als Dekan an der Fakultät für Philosophie der Päpstlichen Akademie für Theologie aus, und seit 1985 war er außerordentlicher Professor an dieser Universität. Er war Mitbegründer und Präsident des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen in Wien. Autor zahlreicher Bücher, darunter philosophischer Werke: „Die Philosophie des Dramas“, „Streit um die Existenz des Menschen“ und eine Sammlung von Skizzen und Essays: „Die Welt der menschlichen Hoffnung“, „Ethik der Solidarität“, „Tischner liest den Katechismus“. Einen besonderen Platz in seinem Schaffen nimmt das Werk ein, das an die Tradition der Goralen-Erzählungen anknüpft, 1997 im Goralen-Dialekt geschrieben, mit dem Titel „Philosophiegeschichte auf Goralisch“. Fernseh- und Rundfunksendungen verhalfen Tischner zu großer Popularität. In den 1970er Jahren wurde er zu einer berühmten Gestalt in der polnischen Intellektuellenszene. In den letzten Jahren seines Lebens erkrankte er an Krebs des Kehlkopfes. Er starb am 28. Juni 2000 in Krakau und wurde am 2. Juli in Łopuszna begraben. Seit 2001 wird durch die Monatszeitschrift und den Verlag „Znak” eine Auszeichnung, die seinen Namen trägt, verliehen. Das Wiener Institut für die Wissenschaften vom Menschen gewährt seit 2003 Stipendien für polnische junge Wissenschaftler, namens Józef Tischner. Seit 2003 funktioniert in Krakau die Stiftung „Józef Tischner Institut“, die das intellektuelle Werk bewahren und die wichtigsten Motive der Philosophie seines Patrons kreativ fortführen will. Denkmäler sind Schulen, Hospize, die seinen Namen tragen. Er ist der Patron der Grundschule - Społeczna Szkoła Podstawowa Nr. 1 in Tarnów, die als erste seinen Namen am 10. März 2001 übernahm. Wir widmen diesen Führer einem großen Denker, prächtigen Priester, dem Mensch mit großem Herzen, von außergewöhnlichem Charisma, voll Verständnis für menschliche Schwächen, der einen hervorragenden Sinn für Humor hatte. Jeder, der den Priester Józef Tischner in Erinnerung hat, die Gelegenheit hatte, ihn zu treffen, seine Bücher liest oder die gleichen Bergwege geht, wird die Möglichkeit haben, zu einer nostalgischen Reise zu den Orten, mit denen Józef Tischner verbunden war, aufzubrechen. Den Kulturweg „Auf den Podhale-Spuren des Priesters Tischner“ markieren Tafeln, die sich in den beschriebenen Ortschaften befinden.