St. Demetrios-Kirche Czarna

Cerkiew grekokatolicka św. Dymitra

Zur Gemeinde Brunary gehört das Dorf Czarna. Die Gründungsurkunde erhielt es am 23. Juli 1575 von Franciszek Krasiński, dem Bischof von Krakau (Kraków). Die genannte Gründungsurkunde wurde Grzegorz Srzedziński (Hryhory Seredyński) gewährt – dem Dorfvorsteher von Jaszkowa, einem der ältesten Dörfer des Landes Muszyna. Von Anfang an gehörte das Dorf zum Besitz der Bischöfe von Krakau und lag innerhalb der Grenzen des im bischöflichen Besitz befindlichen sog. Starostenamtes von Muszyna, auch Land von Muszyna genannt. In der Lemken-Region wurde fast ausschließlich die Blockbauweise verwendet, bei der die horizontalen Balken übereinandergelegt und an den Ecken durch gezimmerte Verzinkung miteinander verbunden waren. In Czarna wurden für den Bau der Kirche Rundhölzer verwendet, die von innen abgeflacht wurden, um als Unterlage für Wandmalereien zu dienen. Zwischen dem Altarraum und dem Kirchenschiff befindet sich eine Ikonostase, die die Gläubigen physisch vom Altarraum trennt. Im östlichen Ritus gilt der Chor als Vorraum des Paradieses und ist für die Lebenden verschlossen. Die Ikonostase ist eine Altartrennwand, die diese Räume nicht trennt, sondern verbindet. Der zweistöckige Holzaltar auf einer hölzernen Altarmensa ist im Barockstil gehalten. Im Mittelfeld, eingerahmt von zwei Säulen, befindet sich eine große Ikone der Muttergottes im Typus der Hodegetria, umgeben von Darstellungen alttestamentlicher Figuren. An den Hauptteil des Altars schließen sich zwei markante Flügel mit reichem Schnitzdekor an, in denen zwei ovale Medaillons mit Abbildungen der Eltern Marias, Joachim auf der rechten und Anna auf der linken Seite, angebracht sind. Im Obergeschoss des Altars befindet sich die Ikone der Verkündigung in einem verzierten Rahmen. Der Altar ist mit einem lateinischen Kreuz bekrönt. Der traditionelle Name des Altars in der östlichen Liturgie ist „prestol“, d. h. der erste aller Tische, weil auf ihm die erste Eucharistie stattfand, und so wird er auch heute noch während jedes Gottesdienstes genutzt. Nach der östlichen Tradition hat der Altar die Form eines Holzkastens auf quadratischem Grundriss. In der Ostwand befindet sich ein Versteck für liturgische Geräte und Bücher, der in der Zeit vor dem Anbau der Sakristei am Chor für diese Zwecke genutzt wurde. Ursprünglich war er wahrscheinlich mit einem kuppelförmigen Ziborium bedeckt, das von vier Säulen getragen wurde. Der Altar enthält heilige Reliquien. In der Mitte des Blattes befindet sich das Tabernakel. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Gelände um die Kirche als Friedhof genutzt. Nur wenige Jahre nach Inkrafttreten des 1784 erlassenen Gesetzes Kaiser Josephs II. über das Verbot von Bestattungen auf kirchlichen Friedhöfen wurde oberhalb der Kirche ein Areal für einen neuen Friedhof abgesteckt, der noch heute genutzt wird. Nach dem Zweiten Weltkrieg verfiel das Friedhofsgelände und wird nach der Sanierung zu Beginn des 21. Jahrhunderts wieder als Begräbnisstätte genutzt.


 
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