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Ruiny Zamku Pieniny Krościenko nad Dunajcem

Ruine der Pieninen-Burg in Krościenko nad Dunajcem

Pośród krzewów i drzew fragmenty kamiennych ścian murów obronnych porośnięte mchem. Po lewej kilka schodów. Po prawej w oddali widać zalesione wzgórze i fragment bezchmurnego nieba.

Krościenko nad Dunajcem Touristische Region: Pieniny i Spisz

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Die höchstgelegene polnische Festung war die Pieninen-Burg, die auch Burg der Heiligen Kinga genannt wurde. Sie war in den Eigentlichen Pieninen (Pieniny Właściwe) auf der Nordseite des Burgbergs (Zamkowa Góra) im Drei-Kronen-Massiv (Masyw Trzech Koron) Dutzende Meter unterhalb des Gipfels mit einer Höhe von 799 m ü. d. M. errichtet worden. Die Ruinen befinden sich im Nationalpark Pieninen (Pieniński Park Narodowy).

Die Burg stand auf einer Felsschulter an einer Stelle mit guten natürlichen Verteidigungsmöglichkeiten. Im Süden grenzte sie an eine unzugängliche und etwa 50 m hohe Abbruchkante und nördlich lag eine steile Wand, die bis zum Bach Pieniński Potok herabreicht. Mit dem übrigen Teil des Drei-Kronen-Massivs war der Standort durch einen schmalen felsigen Berggrat verbunden.

Die Burg war um das Jahr 1280 im Auftrag der Kronprinzessin Kinga gebaut worden, die in das Klarissenkloster in Alt Sandez (Stary Sącz) eingetreten war. Sie sollte bei Gefahr den Klarissen als Zufluchtsort dienen. Ein solcher Fall trat 1287 mit dem Einfall der Tataren ein. Im Wachturm konnten sich hundert Personen und Dutzende Soldaten vor dem Feind in Sicherheit bringen. Die Nutzung der Festung ist in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts aufgegeben worden. Verwüstet wurde sie 1410 von in der Gegend plündernden Truppen Stibors, die von Sigismund von Luxemburg, einem Anhänger des Deutschen Ordens, entsandt worden waren, oder 1433 von Truppen der Hussiten.

Die aus örtlichem Kalkstein errichtete Burg fügte sich zweifelsohne gut in den felsigen Bergkamm ein. Umgeben wurde sie von einer etwa 90 m langen Wehrmauer mit einer Stärke von über einem Meter. Im Innern gab es zwei steinerne Gebäude, Keller, hölzerne Gebäude sowie eine Zisterne für Trinkwasser aus der zeitweise versiegenden Kinga-Quelle. Der Eingang führte durch ein Tor mit einem Wehrturm.

1904 wurde in der Burgruine eine hölzerne Hütte, die Pieninen-Einsiedelei (Pienińska Pustelnia), gebaut, die der Franziskaner Władysław Stachura bezog. Ab 1924 wohnte dort der Eremit Wincenty Kasprowicz. 1949 brannte die von einem Blitz getroffene Einsiedelei ab. In den Ruinen gibt es auch eine nach der Heiligen Kinga benannte Festgrotte mit einer Statue in natürlicher Größe aus bei Pińczów gewonnenem Kalkstein, ein Werk des Bildhauers Władysław Druciak. Seit 1921 wandern am Todestag der Heiligen, also am 24. Juli, Pilger zur Grotte.

In den Jahren 1938–1939 wurden archäologische Forschungen durchgeführt, aber leider ist die entsprechende Dokumentation nicht erhalten geblieben. Weitere Forschungen fanden in den Jahren von 1976 bis 1978 statt. Heute sind die Überreste der Burg in Form einer dauerhaften Ruine abgesichert worden und für Besucher zugänglich. Erhalten geblieben sind Steinmauern, Fragmente der Zisterne und die quadratischen Fundamente des Turms.


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