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St. Leonhard Kirche in Lipnica Murowana - Obiekt - VisitMalopolska

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Kościół św. Leonarda Lipnica Murowana

St. Leonhard Kirche in Lipnica Murowana

Niski kościół, z niewielką wieżyczką, ze stromym dachem i podcieniami obiegającymi świątynię. Przy kościele kilka nagrobków, przed nim ławki i wysokie drzewo.
Lipnica Murowana, 32-724 Lipnica Murowana Touristische Region: Pogórza
tel. +48 146852601
Die kleine Kirche in Lipnica ist eines der berühmtesten historischen Objekte von Małopolska. Sie entstand Ende des 15. Jh., obwohl die hiesige Tradition das Jahr 1411 erwähnt, als dieses Objekt an der Stelle eines heidnischen Tempels errichtet werden sollte. Ein Beweis dafür soll die sog. Światowid Säule hinter dem Hauptaltar sein, die angeblich das Bildnis des altslawischen Götzen trägt. Die Kirche wurde 2003 in die UNESCO-Liste aufgenommen. Die kleine, schön gelegene Kirche ohne Turm behüten mächtige Bäume und rundherum sind alte Gräber erhalten geblieben. Die Kirche selbst überdauerte in ihrer archaischen, gotischen Gestalt bis zu unserer Zeit fast unverändert. Im 17. Jh. wurde sie nur mit Bogengängen umgeben und im 19. Jh. wurde das Westportal angebaut.
Offene Bogengänge, die dem Gebäude so viel Reiz verleihen, dienten außer ihrem gewöhnlichen Zweck (Schutz der Untermauerung gegen Feuchtigkeit und Schutz für Pilger) auch zur Aufbewahrung von Särgen vor der Bestattungszeremonie. Der alte Friedhof neben der Kirche, der 1711 gegründet wurde, sieht auch heute sehr malerisch aus; erhalten geblieben sind hier viele wertvolle Gräber aus dem 19. Jh.
Der asketische und edle Innenraum der Kirche ist sehr entzückend. Die kleinen Fenster spenden wenig Licht und das hier herrschende Zwielicht regt zur Kontemplation an. In so einem kargen Innenraum macht die ornamentale und figürliche Polychromie, die dicht Wände und Sturzböden bedeckt, einen unvergesslichen Eindruck. Die älteste Deckendekoration im Presbyterium (Ende des 15. Jh.) und im Kirchenschiff (16. Jh.) wurde mit Hilfe von Schablonen ausgeführt: die Pflanzenmotive weisen grüne, braune, gelbe und blaue Töne auf. Die Polychromie an den Wänden im Presbyterium stammt aus dem 17. Jh. und die im Kirchenschiff aus dem 18. Jh. und stellt verschiedene Szenen aus dem religiösen Leben dar. Bemalt ist auch das Chorgeländer, wo die volkstümlichen Malereien die Zehn Gebote darstellen. Bis vor kurzem schmückten den Innenraum drei äußerst wertvolle, gotische Altäre (15. und 16. Jh.), sie wurden jedoch gestohlen. Nachdem es gelungen ist sie wiederzuerlangen, wurden sie im Diözesenmuseum in Tarnów untergebracht, im Gotteshaus befinden sich ihre Kopien. Sehr interessant ist auch die bemalte barocke Kanzel mit Darstellung der vier Evangelisten. Die steinerne Platte in der Kirchenschiffsmitte stellt den Eingang zu der durch die Flut von 1997 beschädigten Totengruft von Józefina und Antoni Ledóchowski, den Eltern der gesegneten Maria Teresa und der heiligen Ursula. Im Tempel befindet sich auch ein wertvolles Regal – eine Kastenorgel, eines von sieben Instrumenten dieser Art in Polen.

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